Aktuelles

 

Willkommen im Newsfeed der Stadtwerke-Initiative Klimaschutz. Hier informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen der Initiative und der angeschlossenen Stadtwerke.


03.05.2022 In unserem Format „Gesichter der Initiative“ stellen wir die verantwortlichen Mitarbeiter:innen der Initiative-Stadtwerke vor. Damit möchten wir die Menschen zeigen, die in unseren Stadtwerken aktive Klimaschutz betreiben. Heute sprechen wir mit Daniel Steube, Projektingenieur und Energiemanagementbeauftragter bei den Stadtwerken Lemgo:

Stellen Sie sich kurz vor. Wer sind Sie und was ist Ihre Aufgabe im Stadtwerk?
Daniel Steube: Daniel Steube, 39 Jahre jung, verheiratet, 3 Kinder Bei den Stadtwerken bin ich als Energiemanagementbeauftragter verantwortlich für den Betrieb des Energie- und Klimamanagementsystems. Betreuung von Geschäftskunden bei Energieeffizienzfragen, Förderberatung, Energieaudits nach DIN 16247, Energiemanagement, Umweltmanagement und EMAS. Zudem plane ich die Umsetzung von Erneuerbaren-Energien-Projekten.

Was hat Sie bewogen der Stadtwerke-Initiative Klimaschutz beizutreten?
Daniel Steube: Wir sind 1963 in die KWK Erzeugungstechnik eingestiegen und haben seitdem unser Fernwärmenetz immer weiter ausgebaut. Wo andere den Umstieg auf Gas erst gestalten, werden wir in den nächsten Jahren immer weiter auf erneuerbare Wärmeerzeugung umbauen. Mit dem Beitritt in die Initiative wollen wir uns selber verpflichten, nicht nachzulassen und unsere Ideen und Wissen im Netzwerk teilen.

Was sehen Sie als die größte Herausforderung in der Umsetzung der Initiative-Kriterien?
Daniel Steube: Herausforderungen sind da, um sie anzunehmen. Da wir tatsächlich an allen Kriterien schon länger arbeiten, ist die größte Herausforderung, diese zu Vereinen und in eine regelmäßige Bearbeitung und Weiterentwicklung überzugehen.

Welche Ihrer Klimaschutzaktivitäten sehen Sie als Leuchtturmprojekt an?
Daniel Steube: Zum einen haben wir unsere Klärwasser-Wärmepumpe, welche Restwärme aus geklärtem Abwasser zieht, bevor dieses in den lokalen Fluss eingeleitet wird.
Zum anderen geht in den nächsten Tagen unser iKWK-Projekt, bestehend aus einem 9.200m² großen Solarkollektorfeld, einer Flusswasser-Wärmepumpe und zwei BHKW-Gasmotoren an Netz.

Gibt es Klimaschutzaktivitäten, die in naher Zukunft geplant sind?
Daniel Steube: Bevor wir weitere Erzeugungsprojekte umsetzen, werden erst mal die Speicherkapazitäten im Fernwärmenetz ausgebaut. Hierzu planen wir eine Erneuerung unserer Wärmespeicher am HKW-Mitte in 2023. Ein Jahr später soll dann ein neuer Wärmespeicher im Stadtgebiet gebaut werden. Nächste Erzeugungsprojekte werden sein: Oberflächennahe Geothermie und Windwärme

Was steht bei Ihnen aktuell ganz oben auf der Agenda? Welches Thema beschäftigt Sie gerade aktuell am meisten?
Daniel Steube: Da ich vielseitig unterwegs bin, beschäftigen mich viele Themen zugleich. Neben Energieaudits bei Kunden stecke ich die meiste Energie zurzeit in die Klimaneutralstellung der Stadtwerke, der Alten Hansestadt Lemgo und einigen Kunden, dessen Umweltmanagementsystem ich betreue.

Wie arbeiten Sie persönlich konkret am Thema Klimaschutz? Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?
Daniel Steube: Ich integriere zurzeit ein Klimamanagement in unser Energiemanagementsystem. In einem Team bearbeite ich hier die täglichen Fragen rund um das Thema Klimaschutz. Zudem berate ich Tag für Tag Kunden zu Energieeffizienzfragen, welche in der Regel immer mit Klimaschutz einhergehen. Wo Energie eingespart werden kann, werden auch Treibhausgase vermieden. Dabei arbeite ich die verschiedenen Aufgaben bei und für die Kunden ab und habe dabei immer ein Ohr bei den Ideen und Sorgen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

 

11.04.2022 Am 21. April hat das Webinar „Klimaschutz in einem Jahr“ stattgefunden. Bei dem Termin wurden die einzelnen Kriterien in Projektphasen unterteilt und das wesentliche Vorgehen, die Meilensteine, der Personalaufwand und die Bearbeitungszeit vorgestellt.

Das Webinar sollte allen teilnehmenden EVUs als Hilfestellung dienen, gerade für die, die in der Planung noch nicht so weit vorgeschritten sind. Durch den Krieg in der Ukraine sind viele EVU zusätzlich belastet.

Eine wichtige Erkenntnis des Termins war, dass die Erstellung einer Treibhausgasbilanz ohne Vorwissen und externe Unterstützung, ungefähr vier bis fünfmal so viel Zeit benötigt. Daher ist eine frühzeitige Planung für eine rechtzeitige Erfüllung der Initiative-Kriterien unbedingt erforderlich.

 

Für alle Mitglieder, die nicht teilnehmen konnten, liegt eine Aufzeichnung der Veranstaltung bereit. Um darauf zuzugreifen, wenden Sie sich bitte an initiative@asew.de

 

11.04.2022 Am 6. April trafen sich die projektverantwortlichen Mitarbeiter:innen der Stadtwerke-Initiative Klimaschutz, um über das Thema Treibhausgasneutralität bei Kund:innen zu sprechen.

 

In der 90-minütigen Diskussion kamen unter anderem die begrenzten Handlungsmöglichkeiten der Stadtwerke zur Sprache. Ohne Zusammenarbeit auf kommunalpolitischer Ebene und auch selbstverantwortliches Handeln auf der Verbraucherseite sind den Versorgungsunternehmen die Hände gebunden.

Daraus wird die Notwenigkeit offentsichtlich, Kommune und Politik in die Pflicht zu nehmen und rechtsverbindliche Klimastrategien, sowie notwendige Förderungen zu erwirken. Hier können Bürgerinitiativen zusätzlichen Druck auf politischer Ebene ausüben.

 

Auch Kund:innen der Stadtwerke müssen ihre zentrale Schlüsselrolle für die Energiewende begreifen. Als besonders relevant wird hier der Aufbau des Geschäftsfelder Energieberatung gesehen. Große Hürde ist dabei der Mangel an qualifiziertem Personal.

 

29.03.2022 Mit dem Format „Gesichter der Initiative“ möchten wir die Menschen hinter der Stadtwerke-Initiative Klimaschutz zeigen, welche in Stadtwerken für den Klimaschutz zuständig sind. Wie wird in Stadtwerken Klimaschutz betrieben? Was sind aktuelle Projekte? Werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Kulisse.

 

Wir beginnen heute mit Eva-Maria Inderelst und Tim Bertels von den Stadtwerken Krefeld:

 

Stellen Sie sich kurz vor. Wer sind Sie und was ist Ihre Aufgabe im Stadtwerk?

 

Eva-Maria Inderelst: Mein Name ist Eva-Maria Inderelst und ich verstärke seit November 2021 bei der SWK das Team der Unternehmensentwicklung. Zu meinen Aufgaben zählen unter anderem die Koordination der internen Kommunikation von Klimaschutzmaßnahmen. Darüber hinaus analysiere ich das Marktumfeld unserer Geschäftsfelder zur Ableitung strategischer Handlungsimpulse für den SWK-Konzern.

 

Tim Bertels: Ich bin Tim Bertels und bin seit Oktober 2021 Teil der SWK-Unternehmenskommunikation. In erster Linie kümmere ich mich um Online-Kommunikation auf verschiedensten Kanälen, digitale Marketing-Aktivitäten sowie Planung und Steuerung von Kampagnen. Dabei ist bei einem Stadtwerk, das nachhaltig wirtschaftet und agiert, das Management von Inhalten und Botschaften zum Thema Nachhaltigkeit Tagesgeschäft.

 

Was hat Sie bewogen der Stadtwerke-Initiative Klimaschutz beizutreten?

 

Eva-Maria Inderelst: Als regionales Stadtwerk sind wir seit über 150 Jahren nachhaltig und zukunftsorientiert unterwegs; der verantwortungsbewusste Umgang mit endlichen Ressourcen ist Teil unserer DNA. Als Teil der Stadtwerke-Initiative wollen wir den von uns verfolgten Weg gemeinsam mit anderen Stadtwerken und Kommunen weitergehen. Wir sind überzeugt, dass der niedrigschwellige Erfahrungsaustausch uns gegenseitig bereichern wird.

 

Was sehen Sie als die größte Herausforderung in der Umsetzung der Initiative-Kriterien?

 

Eva-Maria Inderelst: Im ersten Schritt besteht für die SWK eine Herausforderung die Treibhausgasbilanz auf einer validen Datenbasis zu erstellen, sodass eine regelmäßige Fortschreibung gewissenhaft erfolgen kann. Hierfür bedarf es Datenerhebungen aus den verschiedenen Gesellschaften.

 

Welche Ihrer Klimaschutzaktivitäten sehen Sie als Leuchtturmprojekt an?

 

Eva-Maria Inderelst: Als besonders hervorzuhebendes Klimaschutzprojekt ist der Bau einer Biogasaufbereitungsanlage zu nennen. Diese befindet sich derzeit in der Fertigstellung und wird demnächst den Betrieb aufnehmen. Dabei wird aus Faulgas Biomethan erzeugt und als erneuerbarer Energieträger ins Erdgasnetz eingespeist. Mit dieser Anlage werden künftig bis zu 15.600 t CO2-Emissionen jährlich eingespart.

 

Gibt es Klimaschutzaktivitäten, die in naher Zukunft geplant sind?

 

Eva-Maria Inderelst: Als nachhaltiges und zukunftsorientiertes Unternehmen plant und realisiert die SWK zahlreiche Klimaschutzaktivitäten. Ein großes Vorhaben stellt hierbei der geplante Bau eines Wärmespeichers in Krefeld dar. Durch den Wärmespeicher können Wärmeerzeugung und -verbrauch zeitlich versetzt erfolgen und dienen somit einer nachhaltigen und sicheren Fernwärmeerzeugung. Der Wärmespeicher wird dabei Emissionen in Höhe von etwa 10.000 t CO2/Jahr einsparen.

 

Was steht bei Ihnen aktuell ganz oben auf der Agenda? Welches Thema beschäftigt Sie gerade aktuell am meisten?

 

Eva-Maria Inderelst: Aktuell beschäftigen wir uns seitens der SWK intensiv mit der Erstellung der Treibhausgasbilanz für den SWK-Konzern und der Ableitung von Klimaschutzzielen.

 

Wie arbeiten Sie persönlich konkret am Thema Klimaschutz? Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?

 

Eva-Maria Inderelst: Als Unternehmensentwicklerin sammle und bündle ich Maßnahmen, die Klimaschutzaktivitäten umfassen und halte deren Umsetzung nach. Damit das gelingt, bedarf es eines intensiven Austauschs und einer engen Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Geschäftsfeldern. Darüber hinaus sichte ich die (Fach)presse, um aktuelle Entwicklungen im Markt aber auch in Krefeld generell zu beobachten.

 

Tim Bertels: In der Unternehmenskommunikation ist es vor allem wichtig, sämtliche SWK-Projekte, die im Zusammenhang mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen, im Blick zu behalten. So kann über deren Zwischenstände bzw. Finalisierung kommuniziert werden. Dieser Blick liegt auch auf den aktuellen Entwicklungen oder Trends, sodass wir jeweils mit den verschiedenen Abteilungen abwägen können, welche Botschaften wir proaktiv nach innen und außen, verstärkt über unsere Social-Media-Kanäle, tragen wollen.

 

 

16.03.2022 Das dritte digitale Arbeitstreffen der Stadtwerke-Initiative gestaltete sich ganz im Sinne des Themas „Kommunikation der Dekarbonisierungsstrategie“ – ausgesprochen kommunikativ.

Nachdem einleitend die allgemeine Bedeutung von Greenwashing im Rahmen der Kommunikation hervorgehoben und „Worst-Case“-Exempel betrachtet wurden, folgte auch diesmal ein Praxis-Beitrag aus dem Kreis der Initiativen-Mitglieder.

Im ersten Ansatz auf dem Weg zur Strategie wurden hier Ziele formuliert und verabschiedet, deren Besonderheit vor allem in einer grundlegenden Messbarkeit gesehen werden kann. Als wichtige Hintergrundinfo konnte außerdem mitgenommen werden, dass der gesamte Abstimmungsprozess hin zu konkreten Zielen etwa sechs Monate umfasste. Eine besonders spannende Diskussion hinsichtlich der Herausforderung und Ambivalenz von ambitionierten und realistischen Zielformulierungen rundete den gelungenen Austausch ab.

 

 

02.03.2022 Im Zuge des zweiten offiziellen Arbeitstreffens zum Thema „Dekarbonisierung“ durften erneut über 60 Vertreter:innen der Initiativen-Mitglieder an ihren Bildschirmen begrüßt werden.

 

 

Um das allgemeine Vorgehen im Prozess der Bilanzierung und erste Ansätze zur Ableitung von Dekarbonisierungsmaßnahmen zu beleuchten, folgten zwei Beiträge von bereits erfahrenen Initiativlern.

 

Insbesondere die Frage der passenden Software zum Monitoring im Rahmen der Treibhausgasbilanzierung kristallisierte sich als Hürde im Prozess heraus. Die zwei Muster-Vorträge zeigen jedoch: Sowohl kostenverbundene Software als auch eigens aufgebaute Tabellen können hier zum Ziel führen.

 

 

Als interessanter Impuls ging zudem die umstrittene Diskussion hinsichtlich der Begrifflichkeit sowie der Vor- und Nachteile von Klima- bzw. Treibhausgasneutralität und Reduktion im Zusammenhang mit Kompensationszertifikaten hervor. Die Organisation eines entsprechenden Austauschs durch die ASEW ist bereits in vollem Gange.

 

 

21.02.2022 Für das erste Arbeitstreffen zur THG-Bilanzierung meldeten sich über 60 projektverantwortliche Mitarbeiter:innen zum digitalen Austausch an.

Aus der Erhebung zum Fortschritt der einzelnen Stadtwerke wurde ersichtlich, dass sich bereits ein großer Teil der Initiative-Unternehmen mit dem Thema THG-Bilanz beschäftigt hat.

Gerade die Betrachtung im Scope 3 ist bei kommunalen Energieversorgern nicht trivial. Als besonders aufwändig wurden Themen wie Einkauf, Pendelstrecken und Dienstreisen identifiziert. Hier wird zum Austausch mit den Personalabteilungen, bzw. Umfragen mit den Mitarbeiter:innen geraten. Datenschutzbedenken sind hier zu vernachlässigen, sofern die Umfragen anonym ablaufen.

Eine interessante Erkenntnis aus der Runde ist, das die Anwendung des GHG-Protokolls einen ISO-Bericht nicht ausschließt, da die Kombination im Netzwerk bereits für die Treibhausgasbilanzierung umgesetzt wurde.

Weitere Austauschtermine sind bereits angesetzt.

03.02.2022 Hier ein Screenshot der Stadtwerke-Vertreter:innen, welche am 27.01. der Gründung beigewohnt haben. Eine aktualisierte Pressemitteilung wurde ebenfalls im Pressebereich abgelegt.

27.01.2022 Die Stadtwerke-Initiative Klimaschutz wurde huete morgen offiziell gegründet. Die Geschäftsführer:innen der 44 Gründungsmitglieder trafen sich zu einer digitalen Gründungszeremonie.

ASEW-GEschäftsführerin Daniela Wallikewitz führte durch den Termin.

Nun da die Gründung vollzogen ist, wurden bereits erste Arbeitstreffen vereinbart. Hierzu wird in naher Zukunft mehr zu berichten sein.

 

Zur Pressemitteilung

11.01.2021 In der Januarausgabe des Zeitung für Kommunale Wirtschaft (https://www.zfk.de/) findet sich ein Interview über die Stadtwerke-Initiative Klimaschutz. Wir bedanken uns bei der Redaktion für das Interesse an unserem Vorhaben.

 

Stand heute zählt die Initiative bereits 33 Stadtwerke!

16.12.2021 Der Januar rückt mit großen Schritten näher, und damit auch die offizielle Gründung der Stadtwerke-Initiative Klimaschutz.

Wir freuen uns sehr, dass wir Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, den wissenschaftlichen Geschäftsführer des Wuppertal Institutes als Keynote Speaker für unsere Gründungsveranstaltung gewinnen konnten.

Bildquelle: www. eventfotograf. in / ©JRF e.V

08.12.2021 Die Stadtwerke-Initiative Klimaschutz zählt zum heutigen Tage bereits 23 Mitgliedsunternehmen.

 

Lesen Sie dazu auch unsere aktuelle Pressemitteilung